Donnerstag, 30. April 2009

Der hausgemachte Falernum im Geschmackstest

Nach den turbulenten letzten Wochen voller Barwechsel, Veranstaltungen und Jury-Berichten geht es heute endlich mal wieder zu den praktischen Themen unseres Blogs.

Ich hab mich heute bei Thorsten eingefunden, um mit ihm seinen hausgemachten Falernum zu verkosten. Thorsten hat hierfür vor zwei Wochen folgende Zutaten verwendet und angesetzt:

0,5 Liter "Der gute Pott" 54 % Vol.
8 cl frischer Ingwersaft
die Zesten von 2 ganzen Limetten
20 Nelken
5 Sternanis
1 kleine Stange Zimt

Das ganze wurde 4 Tage lnag mazeriert, durch einen Kaffeefilter gefiltert und mit ca. 25 cl Rohrzuckersirup versetzt. Der Alkoholgehalt dürfte ca. zwischen 35-38 % Vol. liegen.


Als Vergleich dient uns heute der mittlerweile bekannte Falernum von Forgotten Flavours, mit dem wir auch beginnen:

Nase: leicht süß und fruchtig, Nelken- und Zimtnoten
Körper: erst süß, dann mit einer fruchtigen Säure
Nachhall: mittellange Süße mit den Noten der Nelke

Nun geht's an den Hausgemachten:

Nase: wenig Süße, dafür irgendwie schwer mit dominanter Zitrusnoten und zarten Anisnoten
Körper: erst süßlich, dann kommt die Kraft des Alkoholgehalts, welche die Nelke und die Schärfe des Ingwer sehr gut trägt
Nachhall: lange Ingwer- und Nelkennoten, der Ingwer kribbelt sogar auf der Zunge

Der hausgemachte Falernum ist natürlich deutlich weniger süß, als der von Forgotten Flavours. Dafür ist er wesentlich würziger, was Thorsten ja auch erreichen wollten. Wie sich das nun allerdings in Cocktails einbindet, werden wir demnächst herausfinden.